„Wohnungsnot beenden“ – AWO Reutlingen beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag

Demo in der Innenstadt macht auf die Situation wohnungsloser Menschen aufmerksam

Am bundesweiten Tag der wohnungslosen Menschen am 11. September beteiligte sich auch die
AWO Reutlingen an einer Demonstration in der Innenstadt. Rund 40 Engagierte machten auf die Situation
von Menschen aufmerksam, die von Wohnungsverlust betroffen sind oder diesen fürchten müssen.

Teilnehmende der Demonstration fordern mehr bezahlbaren Wohnraum.

Eva Danso vom Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) der AWO erklärte, dass Wohnungsverlust in vielen Fällen
unverschuldet entsteht. Eigenbedarfskündigungen, finanzielle Krisen oder gesundheitliche Probleme könnten
dazu führen, dass Menschen plötzlich ohne Wohnung dastehen. Die Zahl der Hilfesuchenden habe sich innerhalb der
letzten zwei Jahre verdoppelt.

Verändertes Klientel – steigender Beratungsbedarf

Laut Sebastian Weigle, Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Reutlingen, sind zunehmend Frauen, Familien und junge
Erwachsene von Wohnungslosigkeit bedroht. Die Beratungsstellen zur Wohnungssicherung seien stark ausgelastet –
Wartezeiten von mehreren Wochen seien keine Seltenheit.

Trotzdem sei Reutlingen im bundesweiten Vergleich noch gut aufgestellt. Die Stadt arbeite seit Jahren konsequent
an der Verbesserung der Situation, und die Kooperation mit der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG sei von großem Wert.

Demonstration fordert politische Lösungen

Der Demonstrationszug führte vom Bürgerpark über die Wilhelmstraße bis zum Rathaus. Die Teilnehmenden forderten
unter anderem die Begrenzung von Mieten, die Eindämmung spekulativer Gewinne, mehr sozialen Wohnungsbau und
den Abbau von Vorurteilen gegenüber wohnungslosen Menschen.
Im Mittelpunkt stand die klare Botschaft: Wohnen ist ein Menschenrecht.

Über die Demonstration berichtete auch der Reutlinger General-Anzeiger am 11. September 2025.

Weitere Informationen:

www.awo-reutlingen.de

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